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Pandemie-App soll erweitert werden
Aus HeuteMorgen vom 01.04.2021.
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Erweiterung der SwissCovid-App Ersetzt die Corona-App bald die Registrierung in Bars und Clubs?

Die Pandemie-App des Bundes soll auch fürs Contact Tracing genutzt werden – in Restaurants oder Fitnesszentren.

Über drei Millionen Mal wurde die Covid-App des Bundes bislang heruntergeladen. Sie soll die Userinnen und User warnen, wenn sie sich in der Nähe einer mit dem Coronavirus infizierten Person aufgehalten haben.

Nun soll die App eine neue Funktion erhalten: Sie soll auch an Orten mit Registrierungspflicht zum Einsatz kommen – zum Beispiel in Restaurants, Fitnesszentren oder Konzertlokalen – wenn diese wieder geöffnet sind. Eine entsprechende Forderung hat die Gesundheitskommission des Nationalrats in einem Brief beim Bundesrat deponiert.

Erfassung von Kontaktdaten bisher uneinheitlich

Mal krakelte man seinen Namen auf eine lange Liste, mal füllte man kleine Zettel aus, mal registrierte man sich in einer App. Jörg Mäder, Nationalrat von den Grünliberalen, stellt daher fest: «Im Moment haben wir einen Wildwuchs – es braucht viele verschiedene Apps für die verschiedenen Lokalitäten. Für den Benutzer ist das unpraktisch.»

Jörg Mäder trägt eine Brille und hat lange Haare, die er hinten zusammengebunden hat. Bild von einer Pressekonferenz im Dezember 2020.
Legende: Jörg Mäder (GLP) schlägt vor: Wer sich bisher in Bars oder Konzertlokalen analog registrierte, soll sich künftig über die App des Bundes erfassen lassen können. Keystone/Archiv

Neu soll daher die SwissCovid-App auch fürs Contact Tracing genutzt werden können, wie auch watson.ch berichtete. Mäders Idee: Wer ins Restaurant geht, kann sich dort mit der App registrieren. War am selben Ort eine infizierte Person, die sich ebenfalls registriert hat, warnt die App die Nutzerin.

Es braucht viele verschiedene Apps für die verschiedenen Lokalitäten. Für den Benutzer ist das unpraktisch.
Autor: Jörg MäderGLP-Nationalrat

Einen Warnhinweis bekämen so auch Personen, die sich weiter weg entfernt von infizierten Personen aufhielten als die anderthalb Meter, die die SwissCovid-App bislang misst. Gesundheitspolitiker Mäder: «Dann kann der Besitzer des Smartphones entscheiden, ob er sich testen lassen will, ob er sich informieren lassen will – was immer er mit dieser Warnung machen will.»

Vorteilhaft für den Datenschutz

Die Daten würden nicht mehr beim Beizer auf einer Liste lagern, sondern auf dem Handy der Userin oder des Users. Aus Sicht des Datenschutzes ist das vorteilhaft.

Erschweren könnte dies aber das Contact Tracing: Denn auf diese Daten hätten die Gesundheitsbehörden keinen direkten Zugriff mehr, bestätigt Mäder. Der Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte der Schweiz, Rudolf Hauri, sagt denn auch: «Grundsätzlich sind wir auf Daten angewiesen.»

Es ändert sich etwas beim direkten Datenzugriff.
Autor: Rudolf HauriPräsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte

Hauri möchte der Erweiterung der Corona-App aber eine Chance geben, denn die Gesundheitsämter seien beim Contact Tracing darauf angewiesen, dass die Personen mithelfen.

Die Hoffnung: Personen registrieren sich möglicherweise eher in einer App, die keine Daten weitergibt. «Insofern ändert sich vielleicht etwas beim direkten Datenzugriff. Aber wir gehen davon aus, dass die Leute interessiert sind, hier mitzumachen.»

Rudolf Hauri (weisse Haare, weisser Bart, im Anzug, mit Brille), Präsident Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte äusserte sich an einem Point de Presse zur Covid-19 Situation (Aufnahme 3. November 2020)
Legende: Rudolf Hauri geht davon aus, dass die Menschen daran interessiert seien, bei der Registrierung über eine App mitzumachen. Keystone/Archiv

Kann die SwissCovid-App also bald schon mehr? Nun prüft der Bundesrat die Idee. Noch bleibt etwas Zeit – bis Restaurants, Fitnesszentren oder Clubs wieder offen sind.

Quelle: Bundesrat, 19.03.21Weiter geschlossen: Restaurants, Bars, Discos, Sportanlagen (drinnen), Kultur- und Freizeitbetriebe (drinnen)Homeoffice-PflichtMaskenpflichtFernunterricht an HochschulenRegeln für SkigebieteVerbot von Sport mit KörperkontaktSingen nur im FamilienkreisAusnahmen bei Sport, Gesang und Kultur für unter 20-Jährige20Das hat der Bundesrat am 19. März beschlossenLockerung ab dem 22. MärzWeiterhin giltRichtwerte für erneute VerschärfungenWeiteres VorgehenVorschlag Bundesrat:Private Treffen in Innenräumen: 10 statt 5 PersonenWeitere Öffnungen und Lockerungen wegen Anstieg der Fallzahlen verschoben.Private Treffen im Freien: bis 15 Personen1. Phase:Impfung der Risikogruppen nicht abgeschlossen - strengere Richtwerte (z.B. 14-Tages-Inzidenz von 350)2. Phase: Risikogruppen geimpft - weniger strenge Richtwerte3. Phase: Impfung aller Impfwilligen abgeschlossen - keine Schliessungen und Richtwerte mehrNächster Entscheid vom Bundesrat voraussichtlich am 14. April.

SRF 4 News, HeuteMorgen, 01.04.2021, 06:00 Uhr

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80 Kommentare

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  • Kommentar von Andy Grenacher  (Andy grenacher)
    Die Anzahl aktiver nutzer und downloads zeigt, dass die Mehrheit keinen Sinn erkennt in diesem Theater
  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Und ältere Leute ohne App-taugliches Handy dürfen dann nicht mehr ins Restaurant oder ins Café? Ich hoffe, dass solche Schnapsideen unter 1.-April-Scherz laufen!
    1. Antwort von markus ellenberger  (ELAL)
      Herr petermann wenn sie sich frage ob dies ein 1 Aprilscherz ist dann sollten wir uns frage ob das ganze einen 1 Aprilscherz ist .
  • Kommentar von Matt Frei  (sense against mainstream)
    Ich persönlich misstraue dem Staatsapparat und möchte grundsätzlich kein "gläserner Bürger" werden, weder was den Verzicht auf Bargeld, noch was meine Gesundheitsdaten, noch was meine Überwachung wo wann wie warum angeht. Ich möchte meine Persönlichkeit weitgehend möglichst für mich behalten, wie gewohnt. Der Staat soll bitte draussen bleiben.
    1. Antwort von Bobby Senn  (Hardcorehansi)
      ja leider nützt das nichts, der staat hat schon längst jede opposition in lemminge verwandelt! wer glaubt, dass die fichen das non plus ultra waren, dem soll gesagt werden, der staat hat nie abstand genommen! daten bezeuegen seine macht, und darauf wird er nie freiwillig verzichten!!!!