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Ärger bei Hundebesitzerinnen und -besitzern
Aus HeuteMorgen vom 06.04.2021.
abspielen. Laufzeit 02:31 Minuten.
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Hundehalterinnen nicht erfreut Eine Hunde-Preispolitik für die Katz?

Hundebesitzerinnen und -besitzer ärgern sich über die SBB, weil sie das Hunde-GA abschafft. Neu gibt es einen Hundepass.

Bisher kostete ein Jahres-Generalabonnement (GA) für Hunde bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) rund 800 Franken. Der neue Hundepass kostet nur noch 350 Franken, ist aber an die Halterin oder den Halter respektive die ÖV-Benutzerinnen und -Benutzer gekoppelt.

Das komme schnell teurer, kritisieren viele Hundehalterinnen und -halter. Auf einer entsprechenden Internetplattform sammeln sie Unterschriften gegen den neuen Hundepass.

Dort stehen auch Kommentare wie zum Beispiel: «Es kann doch nicht sein, dass eine Familie mit vier Personen und zwei Hunden acht Hundepässe kaufen muss, damit jede der Familie mit den Hunden unterwegs sein kann.»

Swisspass findet die Kritik unbegründet

Der ÖV-Branchenverband, Alliance Swisspass, kann diese Kritik nicht nachvollziehen. Der neue Hundepass sei mehr als die Hälfte billiger geworden, sagt Swisspass-Sprecher Thomas Ammann: «Wir sind den Hundehaltern mit dieser massiven Vergünstigung sehr entgegengekommen.»

Wenn mehr als zwei Personen mit dem Hund unterwegs seien, gebe es auch noch die Hundetageskarte, die jetzt ebenfalls günstiger sei und statt 35 nur noch 25 Franken koste, sagt Ammann.

Wir sind den Hundehaltern mit dieser massiven Vergünstigung sehr entgegengekommen.
Autor: Thomass AmmannMedienprecher von Swisspass

Das überzeugt viele Hundehalterinnen und -halter nicht. Sie äussern grundsätzliche Kritik an der neuen Preispolitik. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb beispielsweise Kinderwagen gratis mitgeführt werden dürfen, Hunde aber nicht.

Oder wieso ein Velo-GA auch bei der neuen Preisgestaltung immer noch deutlich billiger sei als ein Hundepass, obwohl der Hund weniger Platz brauche.

Kinderwagen gratis, Hunde nicht

Auf eine entsprechende Frage der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft – also des Hundeverbandes – zur Preisgestaltung, antwortete die SBB bereits vor drei Jahren, dass Hunde in Zügen auf andere Fahrgäste abschreckend wirken könnten und diese deshalb Plätze in der Nähe von Hunden im Zug meiden würden.

In Ausnahmefällen würden sich Reisende von Hunden sogar massiv gestört fühlen. Deshalb hiess es von der SBB: «Aus diesem Grund wollen wir die Mitnahme von Hunden nicht durch stark vergünstigte oder kostenlose Angebote fördern.»

Das gelte immer noch, sagt Hundeverbandspräsident Hansueli Beer. Für ihn scheint deshalb klar: «Die SBB ist gar nicht interessiert, dass zu viele Hunde im Zug mitreisen.»

Swisspass-Sprecher Ammann will sich dazu nicht äussern, verweist aber auf aktuelle Zahlen: Der neue Hundepass laufe sehr gut. Früher seien übers ganze Jahr im Schnitt etwa 2600 Hunde-GA verkauft worden. Allein in den letzten zwei Monaten waren es nun bereits 2000 neue Hundepässe, so Ammann.

Ob aber nun wirklich mehr Hunde im ÖV mitfahren oder ob für gleich viele Hunde deutlich mehr Pässe im Umlauf sind, das bleibt offen.

Auch die SBB leidet unter der Corona-Pandemie:

SRF 4 News, HeuteMorgen, 06.04.2021, 06:00 Uhr

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124 Kommentare

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  • Kommentar von Witold Ming  (Witold Ming)
    Sowieso absurd: Ein Platz am Boden dürfte nichts kosten, wenn die kleinen Beisser in der Tasche einen Sitzplatz gratis belegen. Oder liege/sitze ich falsch?
  • Kommentar von Doris Brawand  (Idb94375)
    Des öfteren beobachte ich, egal ob kleine oder grosse Hunde in Kinderwagen in den ÖV transportiert werden. Dies um kein Ticket zu bezahlen, da Kinderwagen bekanntlich gratis transportiert werden. So gesehen ,letzte Woche als ein Dackel in einem Kinderwagen saß, dies in Zürich. Wenn die finanziellen Mittel nicht reichen, ein Hundebillet zu lösen, dann soll auch auf den Hund verzichtet werden.
  • Kommentar von Esther Jordi  (ejejej)
    Jeder muss selbst wissen, ob er Hunde mag oder nicht. Aber einige Kommentare sind dermassen feindselig, das ist schwer zu verstehen. Die Feindseligkeit gilt dann wohl nicht nur gegenüber Hunden, sondern gegenüber Tieren allgemein. Eine emotionale Bindung zu einem Tier kann in schwierigen Lebenssituationen sehr viel Positives bewirken. Wer das strikt ablehnt, hat leider keine Ahnung, was ihm entgeht.