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In den USA sind schon Millionen Kinder geimpft worden
Aus SRF 4 News aktuell vom 23.06.2021.
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Impfempfehlung des BAG Darum macht es Sinn, Kinder gegen Covid zu impfen

12- bis 15-jährige Kinder können sich jetzt gegen Corona impfen lassen. Wieso aber sollten sie das überhaupt tun?

Worum geht es? Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt eine Impfung gegen SARS-CoV-2 jetzt auch Jugendlichen im Alter von zwölf bis 15 Jahren. Nach der Zulassung des Corona-Impfstoffes von Pfizer/Biontech für diese Altersgruppe Anfang Juni ist die Impfempfehlung in der Schweiz entsprechend angepasst worden. Die Impfung soll sie – wie die Erwachsenen – für ein Jahr vor einer Infektion schützen. Die Jugendlichen sollten gemeinsam mit Eltern und Arzt oder Ärztin abwägen, ob bei ihnen eine Corona-Impfung sinnvoll sei, sagte der Präsident der Eidg. Impfkommission (Ekif), Christoph Berger.

Kaum Unterschiede beim Immunsystem

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Das Immunsystem von Zwölfjährigen unterscheidet sich nicht mehr wesentlich vom Immunsystem eines Erwachsenen – im Gegensatz zum Immunsystem eines Kleinkinds. «Je näher die Kinder zur Pubertät kommen, desto kleiner werden die Unterschiede des Immunsystems im Vergleich zu einem Erwachsenen», erklärt SRF-Wissenschaftsredaktor Christian von Burg.

Welche Erfahrungen hat man? In den USA und in Kanada werden Kinder ab zwölf Jahren schon seit längerem geimpft, inzwischen sind es bereits Millionen, die eine oder schon zwei Impfungen erhalten haben. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass bei Teenagern etwa dieselben Impf-Nebenwirkungen auftreten wie bei den Erwachsenen. In der Schweiz erhalten die zwölf- bis 15-Jährigen dieselbe Menge Impfstoff von Pfizer/Biontech wie Erwachsene. Derweil laufen Studien, wie die Dosierung für Kinder unter zwölf Jahren angepasst werden muss.

Wie sind Kinder von Covid betroffen? «Kinder erkranken sehr viel seltener schwer an Corona als Erwachsene», stellt SRF-Wissenschaftsredaktor Christian von Burg fest. Zwar stecken sich auch Kinder mit dem Coronavirus an, doch viele von ihnen entwickeln keine oder bloss sehr milde Symptome. Nur in Einzelfällen erkranken Kinder schwer an Covid-19. Allerdings kommt es bei Kindern immer wieder zum sogenannten Pims-Syndrom, einer Sekundärerkrankung im Zuge von Covid. Allein in der Schweiz mussten wegen der Entzündungserkrankung bislang mehrere Hundert Kinder hospitalisiert werden. Die Erkrankung ist zwar potenziell gefährlich, kann aber, wenn erkannt, gut behandelt werden.

Wieso soll man Kinder impfen? Auch wenn nur wenige Kinder schwer an Covid erkranken: Mit einer Impfung sind auch sie vor einem schweren Verlauf gut geschützt. Ausserdem kann sich das Virus umso schlechter in der Bevölkerung halten und verbreiten, je mehr Menschen geimpft sind. Denn wie man weiss: Auch wer zwar infiziert ist, aber keine Symptome entwickelt, kann das Virus weitergeben und so das Infektionsgeschehen weiter vorantreiben. «Unter dem Strich gesehen lohnt es sich, dass sich auch Kinder impfen lassen – vor allem, wenn man die Wirkung auf die ganze Bevölkerung in Betracht zieht», so das Fazit von Burgs.

SRF 4 News, 23.6.2021, 06:50 Uhr;

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Also ich gehe wenn ich nicht gezwungen werde nicht Impfen. Nicht dass ich das gesundheitlich nicht aushalten würde, kein Problem. Doch ich glaube mein Immunsystem fährt so besser. Frage an Alle: warum bricht in Israel das Virus wieder aus, trotz Impfen usw. Trotz Sommer - auch letzten Sommer war die Fallzahlen extrem tief -. Das Virus wird im Winter wieder da sein und die Menschen im Schnitt nicht immuner als sonst. So sehe ich das.
  • Kommentar von Markus Baumann  (pierrotlunaire)
    „Denn wie man weiss: Auch wer zwar infiziert ist, aber keine Symptome entwickelt, kann das Virus weitergeben und so das Infektionsgeschehen weiter vorantreiben.“ Dieser Satz stimmt nicht. Wer keine Symptome hat, ist nicht infiziert und nicht krank. Kinder sind nicht die Treiber von Infektionen. Das wurde schon längst nachgewiesen. Weshalb wird das hier immer noch behauptet?
    1. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Nach über einem Jahr haben Sie noch nichts von asymptomatischen Verläufen gehört?
    2. Antwort von Markus Baumann  (pierrotlunaire)
      @Steiner Es gibt keine asymptomatischen Verläufe. Wer keine Symptome hat, ist per definitionem nicht krank. Er wurde allenfalls positiv getestet mit einem Ct-Wert über 25, was bedeutet dass nur noch Virusteilchen nachgewiesen wurden, aber keine reproduzierungsfähigen Viren mehr vorhanden sind. Weil die Ct-Werte aber nie veröffentlicht werden, gilt ein so Getesteter als „krank“. Was schlicht falsch ist. Sagt sogar die WHO. Das scheint an Ihnen auch nach einem Jahr vorbeigegegangen zu sein.
    3. Antwort von Franz Steiner  (Master Splinter)
      Kampf gegen Windmühlen Herr Baumann. Was Sie sagen ist absolut richtig. Man sollte sich einmal fragen, warum hier solche Informationen immer und immer wieder unwidersprochen verbreitet werden. Das BAG hat längst jegliche Glaubwürdigkeit verspielt.
  • Kommentar von Steffen Miersch  (mierst01)
    Daum macht es Sinn, Kinder und Jugendliche nicht zu impfen zu lassen: Die Sterblichkeit liegt bei nahezu null. Das Ansteckung-Risiko ist geringe wie bei Erwachsenen( Aussage von Studien die Bundesland Sachsen eindeutig ergeben haben). Über die Langzeitwirkung und Nebenwirkungen von Kinder und Jugendliche z.B. auf das Wachstum, Immunsysem, Organs u.s.w. weis man nichts. Dies Impfung zu Empfehlen an Kinder und Jugendliche von Ärzten ist in meine Augen nicht zu verzeihen.