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Coronakrise: Gesetzlicher Mieterlass für Geschäfte?
Aus HeuteMorgen vom 04.06.2020.
abspielen. Laufzeit 01:13 Minuten.
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Detailhandel in Corona-Zeiten Gesetzlicher Anspruch auf Mieterlass?

  • Seit mehr als zwei Monaten dauert die Debatte nun schon: Sollen Geschäfte, die wegen der Coronakrise schliessen mussten, einen gesetzlichen Anspruch auf Mieterlass bekommen?
  • Oder sollen sich Mieter und Vermieter von Restaurants, Coiffeursalons und anderen betroffenen Geschäften untereinander einigen – ohne gesetzlichen Zwang?
  • Heute Donnerstag befasst sich der Nationalrat erneut mit der sehr umstrittenen Frage.

Restaurants und andere Geschäfte, die wochenlang nicht öffnen durften, sollen nur 40 Prozent der Miete bezahlen müssen. So lautet – etwas verkürzt – die Formel, über die der Nationalrat heute debattiert.

Dies sei ein «willkürlicher Eingriff» ins Mietverhältnis, kritisiert der Hauseigentümerverband Schweiz.

Es geht um viel Geld

Ganz anders sieht es der Mieterinnen- und Mieterverband. Er fände eine noch stärkere Reduktion fairer und fordert Nachbesserung beim Mieterlass.

Es geht um viel Geld, wie Immobilienmarkt-Experte Patrick Schnorf von der Firma Wüest Partner bestätigt: «Es sind etwa 40 Prozent der Geschäfts-, respektive Gewerbe- und Verkaufsflächenmieten in der Schweiz vom Lockdown betroffen.»

Bundesrat: Neues Gesetz nicht nötig

Bei insgesamt rund 12 Milliarden Franken Geschäftsmieten pro Jahr stehen mehrere hundert Millionen Franken monatlich für beide Seiten auf dem Spiel, rechnet Experte Schnorf vor.

Der Bundesrat sagt: So wichtig die Frage wirtschaftlich gesehen auch sei: Ein neues Gesetz zu den Geschäftsmieten sei nicht nötig. Stattdessen sollten sich die Vertragsparteien ohne staatlichen Zwang auf eine Lösung einigen. Doch heute hat der Nationalrat das Wort. Nächste Woche geht das Geschäft in den Ständerat.

Heute Morgen vom 04.06.2020; 06 Uhr

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Bern  (AndyBern)
    KMU hat Kurzarbeit-Kostenanteil. Eigentümer(Investoren)bis Jetzt profitiert. Steuern bezahlt?Hypotheken können Geld freihalten für Investitionen. Zum Doppelt und dreifach Zinsen herauszuholen. Wie verdient man dreifach? Mieten, Wertvermehrung durch Immer mehr Hypothek auf das «Haus» und Freies Geld Investieren. Dabei helfen die Banken Gerne, Sie verdienen mit, auch mit Gelderschaffung. Mit ganz wenigen Ausnahmen, wurden Alle Eigentümer überredet Ihr Geld nicht liegen sondern Arbeiten lassen.
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  • Kommentar von Tino Herger  (Tino Herger)
    Die Vermieter sind ja so Arme. Ich habe 1992 eine Wohnung gekauft bei 8% Hypozins. Seither ist der Wert gestiegen, die umliegenden Wohnungsmieten sind massiv gestiegen und der Hypozins ist auf 1% gefallen!. Jeder Mieter sollte sich die Frage stellen ob er nicht zu viel Miete bezahlt, denn das Verhältnis von Miete zu Hypozins ist sowas von krass. Ich bezahle heute 8x weniger für meine Wohnung.
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  • Kommentar von Ursula Stöckli  (Ursula St.)
    Dies sind weitere Enteignungsschritte durch den Staat. Wo wird die Enteignung Halt machen? Vor Deiner und meiner Haustüre? Vor Deinem und meinem Portemonnaie?
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