Zum Inhalt springen

Header

Audio
Jeff Bezos ist für höhere Unternehmenssteuern
Aus HeuteMorgen vom 07.04.2021.
abspielen. Laufzeit 02:22 Minuten.
Inhalt

Weltgrösster Onlinehändler Amazon-Chef Bezos ist für höhere Unternehmenssteuern

  • «Wir unterstützen eine Anhebung des Unternehmenssteuersatzes», erklärte Bezos in einer Stellungnahme im Firmenblog von Amazon.
  • Die Aussagen erfolgen vor dem Hintergrund eines billionenschweren Infrastruktur-Investitionsprogramms von US-Präsident Joe Biden.
  • Dieses soll zum Teil durch stärkere Unternehmensbesteuerung finanziert werden.

In seiner Stellungnahme ermutigte der Multimilliardär darin Kongress und Regierung zu einer «richtigen, ausgewogenen Lösung, die die Wettbewerbsfähigkeit der USA aufrechterhält oder erweitert».

«Nehmen und nichts geben» geht nicht mehr

Im Gegenzug für höhere Unternehmenssteuern würde wohl auch Amazon profitieren, erklärt SRF-Wirtschaftsredaktorin Lucia Theiler. «Von einem Ausbau der Infrastruktur, sei es in Breitbandnetze oder Strassen, würde auch Amazon profitieren.» Amazon stehe in der Kritik, Steuern vermeiden zu wollen. «Nehmen und nichts geben» sei eine Rechnung, die dann nicht mehr aufgehe, so Theiler.

Die Debatte um höhere Abgaben an den Fiskus war am Montag durch US-Finanzministerin Janet Yellen weiter angefacht worden, die einen globalen Mindeststeuersatz für Unternehmen forderte. Der Vorschlag dürfte auch bei der Videokonferenz der G20-Finanzminister am Mittwoch ein Thema sein.

Steuern und Arbeitsbedingungen: Kritik an Amazon

Dass Bezos oder Amazon sich öffentlich zu politisch brisanten Themen äussern, ist eigentlich ungewöhnlich. Allerdings steht der zweitgrösste Arbeitgeber der USA unter Druck und kann positive PR derzeit gut gebrauchen. US-Präsident Biden hatte Amazon jüngst bei einer Rede als eines der Unternehmen gerügt, die gesetzliche Schlupflöcher nutzen, um Steuerzahlungen zu vermeiden. Ausserdem liess eine Abstimmung in Alabama, durch die erstmals eine US-Gewerkschaft Einzug bei Amazon erhalten könnte, die Debatte um die Arbeitsbedingungen des Konzerns wieder hochkochen.

SRF 4 News, 07.04.2021, 3:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Arthur Meili  (Arthur Meili)
    Biden will mit hoeheren und gleichen Unternehmungssteuern weltweit Amerika sanieren, auf Kosten der Restwelt.
    Weil viele andere Laender tiefere Steuersaetze haben, verliert Amerika "Business".
  • Kommentar von Frank Grämiger  (Comments)
    Er soll lieber seine Mitarbeiter besser bezahlen und besser behandeln.
  • Kommentar von Matt Frei  (sense against mainstream)
    Das kann man schon sagen als Propaganda Coup, wenn man ein Mia Unternehmen hat. Bei KMU und kleinen Startups sieht dies dann aber wahrlich ganz anders aus! Die Abgaben und Bürokratie sind zu hoch und die Unternehmen gehen aus bevor sie profitabel werden. Zum Wohle der Gesellschaft ist dies nicht!