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Best of 2018 Das sind die besten Songs und Alben des Jahres

Die Macher der SRF 3-Musikspecials präsentieren ihre musikalischen Favoriten des Jahres. In den Sendungen vom 4. bis 8. Dezember widmen sich unser «Reggae Special», «Sounds!», «Rock Special», «World Music Special», «Black Music Special» und «CH Beats» jenen Hits, die 2018 hängengeblieben sind.

Collage
Legende: Von den Specials-Moderatoren heiss geliebt: Von oben links im Uhrzeigersinn: Popcaan, Gaye Su Akyol, Yo La Tengo, Christine and the Queens. PD

Alle 39 Songs (findet die Überschneidung!), die sich während der letzten zwölf Monate in den Gehörgängen unserer Specials-Moderatoren eingenistet haben, findet ihr zum Hören in dieser Spotify-Liste, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Popcaan
Legende: Popcaan Zeitgenössische jamaikanische Volksmusik hat schon lange nicht mehr so viel Spass gemacht. Official

«Reggae Special»: Lukie Wyniger

Alben: Popcaan, Link öffnet in einem neuen Fenster aus Portmore, Jamaika, ist alles andere als ein grosser Sänger. Und ein begnadeter Musiker ist er wahrscheinlich auch nicht. Trotzdem liefert er mit «Forever» das Reggae-Album des Jahres ab – weil ihm Produzent Dre Skull zurückgelehnte und trotzdem pumpende Riddims auf den Leib geschneidert und es so geschafft hat, den Schalk aus Popcaan zu kitzeln. Zeitgenössische jamaikanische Volksmusik hat schon lange nicht mehr so viel Spass gemacht.

  1. Popcaan «Forever» [zur Sendung]
  2. Beres Hammond «Never Ending» [zur Sendung]
  3. Protoje «A Matter of Time» [zur Sendung]
  4. Romain Virgo «LoveSick» [zur Sendung]
  5. Bitty McLean «Love Restart»

Songs: Der neue Star Jamaikas kommt aus Montego Bay und heisst Rygin King, Link öffnet in einem neuen Fenster. Nach seinen Ghetto-Hymnen «How Me Grow» und «Things Go Change» lieferte er im Sommer mit «Tuff» einen Clubhit auf der Höhe der Zeit: Eine Prise Afrobeats, ein bisschen Trap und trotzdem authentisch als Dancehall-Brett zubereitet, läuft «Tuff» ab sofort in jedem besseren DJ-Set.

  1. Rygin King «Tuff, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  2. Mortimer «Careful, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  3. Koffee «Toast, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  4. Agent Sasco «Banks Of The Hope, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  5. Lila Iké «Second Chance, Link öffnet in einem neuen Fenster»

Best of «Reggae Special» 2018 hört ihr am Dienstag, 4. Dezember 2018 ab 20 Uhr auf SRF 3.

77:78, Christine and the Queens und Yo La Tengo
Legende: Von oben links im Uhrzeigersinn: Yo La Tengo, 77:78, Christine and the Queens. PD

«Sounds!»: Matthias Erb, Andi Rohrer und Luca Bruno

Matthias Erb, Alben: 77:78, Link öffnet in einem neuen Fenster liebte ich schon, als sie noch The Bees hiessen und diesen warmen, leicht wackligen, dubbigen Sommersound in ihrem Gartenhäuschen auf der Isle of Wight zusammenbastelten. 16 Jahre nach ihrem Debütalbum «Sunshine Hit Me» begeistern die beiden Songschreiber Aaron Fletcher und Tim Parkin unter ihrem neuen Namen mit unschuldigem, psychedelischem Retrosound. Jeder Song ein Knüller.

  1. 77:78 «Jellies» [zur Sendung]
  2. Laura Veirs «The Lookout» [zur Sendung]
  3. Parcels «Parcels» [zur Sendung]
  4. Klaus Johann Grobe «Du bist so symmetrisch» [zur Sendung]
  5. The Good, The Bad & The Queen «Merrie Land» [zur Sendung]

Andi Rohrer, Alben: «Mit triumphalem Pop starten und dann langsam zu etwas Komplexerem übergehen. So, wie wenn du Leuten Süssigkeiten gibst, damit du sie an Orte bringst, wo sie sonst nicht hinfinden würden.» Héloïse Letissier alias Christine and the Queens, Link öffnet in einem neuen Fenster umarmt den Mainstream-Pop nur um ihn auszuhöhlen. Das Album gibt’s zweisprachig, Englisch und Französisch, moi, j’adore le français. Zum Einstieg empfohlen sind «La Marcheuse» und «5 Dols».

  1. Christine and the Queens «Chris» [zur Sendung]
  2. Parquet Courts «Wide Awake!» [zur Sendung]
  3. Kurt Vile «Bottle It In» [zur Sendung]
  4. Howlong Wolf «Norwegians Can't Refuse» [zur Sendung]
  5. Rolling Blackouts Coastal Fever «Hope Downs» [zur Sendung]

Luca Bruno, Alben: 2018 lässt sich – wie schon 2017 – mit einem Wort zusammenfassen: Negativschlagzeilen. Und genau darum brauchen wir Musik, die gleichermassen als Protestmusik und beruhigende Wolldecke funktioniert. In den letzten zwölf Monaten hat das niemand so gut hinbekommen wie Yo La Tengo, Link öffnet in einem neuen Fenster auf ihrem 15. (!) Studioalbum.

  1. Yo La Tengo «There's A Riot Going On» [zur Sendung]
  2. DJ Koze «Knock Knock» [zur Sendung]
  3. Hatchie «Sugar & Spice» EP
  4. The Sea and Cake «Any Day»
  5. Kacie Musgraves «Golden Hour»

Matthias Erb, Songs: Selten wurde so herzergreifend über das Problem der Gentrifizierung gesungen wie auf «Gold Rush» von Death Cab for Cutie, Link öffnet in einem neuen Fenster. «Sie graben nach Gold in meiner Nachbarschaft wo all die alten Gebäude standen», singt Frontmann Ben Gibbard – und wir werden ganz wehmütig und sehnen uns nach den guten alten Zeiten.

  1. Death Cab For Cutie «Gold Rush, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  2. Hatchie «Sugar & Spice, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  3. Howlong Wolf «Cold Spell, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  4. Oh Pep! «Your Nail And Your Hammer, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  5. Munya «Hotel Delmano, Link öffnet in einem neuen Fenster»

Andi Rohrer, Songs: Camp Cope, Link öffnet in einem neuen Fensters kristallklares Statement: Behandelt Frauen gleich wie Männer! Das Rock-Trio aus Melbourne erzählt mit «How To Socialise and Make Friends» kleine, oft negative Episoden aus dem Leben von Frauen im Musikgeschäft. Vom «Jööh»-Effekt, über Erwartungen an das Verhalten und Aussehen, bis hin zu sexuellen Übergriffen: Dieser coole, nonchalante Grunge hat Gewicht – ganz besonders im essentiellen «Opener».

  1. Camp Cope «The Opener, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  2. Jaakko Eino Kalevi «Emotions in Motion, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  3. Annie Taylor «Teach Me Rock 'n Roll, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  4. Phosphorescent «New Birth in New England, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  5. Odd Beholder «The Likes of You, Link öffnet in einem neuen Fenster»

Luca Bruno, Songs: Ein Song über einen legendären ungarischen Surfer, der in den 1950ern die Wellen vor der kalifornischen Küste unsicher gemacht hat. Ein schaurig tolles Video gibt's zum Song auch. Bitte anklicken. (Allerdings ohne Surferei)

  1. Amen Dunes «Miki Dora, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  2. Rolling Blackouts Coastal Fever «Talking Straight, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  3. Marie Davidson «Work It, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  4. Death Cab For Cutie «Gold Rush, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  5. Christine and the Queens «5 Dollars, Link öffnet in einem neuen Fenster»

Best of «Sounds!» 2018 hört ihr am Dienstag, 4. Dezember und am Mittwoch, 5. Dezember 2018 jeweils ab 22 Uhr auf SRF 3.

Idles
Legende: Idles Die direkte Reaktion auf Brexit, Rassismus und soziale Missstände – und trotzdem eine Ode ans Leben Official

«Rock Special»: Dominic Dillier

Alben: Alles retro? Das beste Alternative-Rock–Album (Black Foxxes, Link öffnet in einem neuen Fenster) ist die exakte Schnittmenge aus Placebo, Radiohead und The Smashing Pumpkins. Das beste Classic-Rock-Album (Greta van Fleet, Link öffnet in einem neuen Fenster) klingt wie Led Zeppelin aus dem Reagenzglas und beim besten Metal-Album (Samavayo, Link öffnet in einem neuen Fenster) standen Tool Pate.

Zum Glück waren da noch die Idles, Link öffnet in einem neuen Fenster aus Bristol. So mitreissend, wütend und gleichzeitig gefühlvoll klingt Rock mit Jahrgang 2018 wenn er direkt aus dem Bauch kommt. «Joy as An Act of Resistance» ist die direkte Reaktion auf Brexit, Rassismus und soziale Missstände – und klingt trotzdem wie eine Ode ans Leben.

  • Punk Rock: Idles «Joy as an Act of Resistance»
  • Alternative Rock: Black Foxxes «Reiði»
  • Classic Rock: Greta van Fleet «Anthem of the Peaceful Army» [zur Sendung]
  • Metal: Samavayo «Vatan»
  • CH: Zeal & Ardor «Stranger Fruit» [zur Sendung]

Songs: Saxophon und Heavy Metal – das kann nicht funktionieren. Und wie das funktioniert! Das Saxophon-Intro lässt erahnen, dass hier so ziemlich alles möglich ist – vorausgesetzt, man lässt sich auf diesen 7-minütigen Höllenritt ein.

Die Single aus dem kommenden Spidergawd-Album «V», welches im Januar 2019 erscheint, ist eine temporeiche Ursuppe aus Thin Lizzy-Melodien und Judas Priest-Riffing, die niemanden kalt lässt, der Hardrock und Heavy Metal der 70er Jahre liebt. Willkommen in der New Wave of Norwegian Heavy Metal!

Best of «Rock Special» 2018 hört ihr am Mittwoch, 5. Dezember 2018 ab 20 Uhr auf SRF 3.

Gaye Su Akyol
Legende: Gaye Su Akyol «Eine vampirhafte Fee in Hotpants und Overknees» Official

«World Music Special»: Rahel Giger

Alben: Gaye Su Akyol, Link öffnet in einem neuen Fenster, die rauhe Stimme aus dem Untergrund von Istanbul, eine vampirhafte Fee in Hotpants und Overknees. Ihre Musik tönt nach Nirvana mit Shisha-Pfeife und hat den Charme einer bauchtanzenden Rockerbraut. Surreal, mutig, revolutionär. In einer immer konservativeren Atmosphäre inspiriert die türkische Ausnahmekünstlerin Frauen, ihre Träume zu Leben.

  1. Gaye Su Akyol «İstikrarlı Hayal Hakikattir»
  2. 47Soul «Balfron Promise» [zur Sendung]
  3. Bombino «Deran»
  4. Fatoumata Diawara «Fenfo»
  5. AMMAR 808 «Maghreb United»

Songs: Die «World Music Special» Entdeckung Šuma Čovjek, Link öffnet in einem neuen Fenster eroberte erst das Tagesprogramm von SRF 3, dann die Festivalbühnen der Schweiz. Die Aargauer Band mit algerisch-bosnischen Wurzeln mischt Arabisch, Kroatisch und Schweizerdeutsch, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt – und das Publikum singt lauthals mit. Die Herzen fliegen ihnen längstens zu.

  1. Šuma Čovjek «Bouge ton cœur, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  2. The Cat Empire «Ready Now, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  3. Plaza Francia Orchestra «Clase de Tango»
  4. Chancha Via Circuito feat. Mateo Kingman «Italó, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  5. Dobet Gnahoré «La Clé, Link öffnet in einem neuen Fenster»

Best of «World Music Special» 2018 hört ihr am Donnerstag, 6. Dezember 2018 ab 20 Uhr auf SRF 3.

Ady Suleiman
Legende: Ady Suleiman «Wie kann ein 22-Jähriger nur so viel Soul haben?» Official

«Black Music Special»: Sascha Rossier

Alben: Ady Suleiman, Link öffnet in einem neuen Fenster, wie kann ein 22-Jähriger nur so viel Soul haben? An einem Freestyle-Contest in Liverpool ist er so jämmerlich gescheitert, dass er sich vom Hip-Hop abwendete und Soulsänger wurde. Zum Glück! Der Mann aus Nottingham hat eine wahnsinnige Stimme, schreibt hinreissende Songs mit Refrains, die einem tagelang nachlaufen. Der totale Über-Shit!

Songs: Sind The New Respects, Link öffnet in einem neuen Fenster die Kinder von Lenny Kravitz? Nein, sondern drei Mädels und ein Junge, die in Nashville in einer christlichen Community aufgewachsen sind, wo sie ausschliesslich Gospel hören durften. Eines Tages sind sie ausgebrochen und liessen sich volllaufen – mit ganz viel Chuck Berry. Heute heissen sie The New Respects und lehren den Blues-Rock das Fürchten.

Best of «Black Music Special» 2018 hört ihr am Freitag, 7. Dezember 2018 ab 20 Uhr auf SRF 3.

Adriatique
Legende: Adriatique Rangieren hinter Schokolade und Sackmessern wohl auf Platz 3 der helvetischen Export-Schlager-Liste. Official

«CH Beats»: Rosanna Grüter & John Bürgin

Alben: Adrian Schweizer und Adrian Shala aka Adriatique, Link öffnet in einem neuen Fenster sind seit Jahren das Erfolgreichste, was die einheimische Electro-Szene zu bieten hat. Sie rangieren hinter Schokolade und Sackmessern wohl auf Platz 3 der helvetischen Export-Schlager-Liste. Dementsprechend sehnsüchtig erwartet wurde ihr Debutalbum.

«Nude» heisst das Baby und ist schlicht eine Naturgewalt. Vom sphärischen Opener «Dawning, Link öffnet in einem neuen Fenster» über das bedrohlich rollende «Awakening Machines, Link öffnet in einem neuen Fenster» bis hin zum kinematografisch-pompösen «Ray, Link öffnet in einem neuen Fenster» ist jeder Track ein Highlight.

  1. Adriatique «Nude» [zur Sendung]
  2. FlexFab «Ex-Voto» [zur Sendung]
  3. Nativ «Baobab»
  4. B77 «Fleur»
  5. Odd Beholder «All Reality Is Virtual»

Songs: Eigentlich mögen wir ja alles, was Produzent, DJ und Labelboss Luca Duran aka Look Like, Link öffnet in einem neuen Fenster aus Zürich macht. Mit seinem im Frühling 2018 erschienenen Track «Dreamwaterz» trifft er aber besonders ins Schwarze. Retro und zugleich progressiv groovt «Dreamwaterz» fünf Minuten lang vor sich hin und schafft es dabei, uns gleichermassen zu entspannen wie zum Tanzen zu animieren.

  1. Look Like «Dreamwaterz, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  2. Jimi Jules «Abandoned Soul, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  3. B77 «A Friend»
  4. Manon feat. Gitali «FreeFall, Link öffnet in einem neuen Fenster»
  5. Monumental Men «We Do Not Want To Wait, Link öffnet in einem neuen Fenster»

Best of «CH Beats» 2018 hört ihr am Samstag, 8. Dezember 2018 ab 20 Uhr auf SRF 3.

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