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2. SRG-Umfrage im Überblick Individualbesteuerung im Gegenwind – wenig Regung bei Initiativen

Mitte Februar wäre die Individualbesteuerung noch knapp angenommen worden. Bei der SRG-Initiative bleibt das Rennen offen. Klares Meinungsbild bei Klimafonds- und Bargeld-Initiative.

Am 8. März 2026 äussert sich das Stimmvolk zur Medienabgabe (SRG-Initiative), zur zivilstandsunabhängigen Besteuerung (Individualbesteuerung), zur Finanzierung des Klimaschutzes (Klimafonds-Initiative) sowie zum Bargeld und dem Schweizer Franken (Bargeld-Initiative und Gegenentwurf).

SRG-Initiative knapp im Nein

Gemäss der zweiten Umfrage des Forschungsinstituts GFS Bern lehnen 54 Prozent die SRG-Initiative ab, 44 Prozent sind dafür – bei einem Fehlerbereich von +/- 2.8 Prozentpunkten. In den letzten Wochen haben die Initianten etwas an Boden verloren. Aber trotz Nein-Trend geht eine Mehrheit von 54 Prozent davon aus, dass die Initiative angenommen wird. Zudem zeigen sich ein Stadt-Land-Gefälle und ein Geschlechtergraben. Für beide Lager wird die Mobilisierung entscheidend. Das Rennen bleibt offen.

Individualbesteuerung büsst an Zustimmung ein

Die Zustimmung für die Individualbesteuerung ist zurückgegangen: Im Vergleich zum Januar ist der Ja-Anteil um 12 Prozentpunkte zurückgegangen. Wäre am 14. Februar abgestimmt worden, hätten noch 52 Prozent für die Vorlage gestimmt – 44 Prozent dagegen. Ein Rückgang der Zustimmung zur Individualbesteuerung ist über alle Altersgruppen hinweg zu beobachten. Auch beim Haushaltseinkommen ist die Tendenz zu einer sinkenden Zustimmung und einem wachsenden Nein-Anteil durchgängig. Allerdings sind die Meinungen nur «mittelgefestigt». So besteht Raum für weitere Bewegungen zum Abschluss der Abstimmungskampagnen.

Zwei Drittel lehnen Klimafonds-Initiative ab

Gemäss der zweiten SRG-Umfrage lehnen 65 Prozent der Stimmberechtigten die Klimafonds-Initiative ab. Dafür sprechen sich 31 Prozent aus. Die Vorlage vermag kaum über das links-grüne Lager hinaus zu überzeugen. Bei Mitte, FDP und SVP dominieren deutliche Nein-Mehrheiten. Und obwohl die GLP-Basis noch zur Hälfte für die Vorlage ist, weist der Trend Richtung Nein. Laut GFS Bern fehlt der Initiative die «Brückenfunktion in die politische Mitte».

Gegenvorschlag zur Bargeld-Initiative gewinnt an Zustimmung

Sowohl die Bargeld-Initiative als auch der direkte Gegenentwurf erfahren breite Zustimmung in der Stimmbevölkerung: 61 Prozent hätten Mitte Februar für die Initiative gestimmt – vier Prozentpunkte weniger gegenüber der ersten Umfrage. Für den Gegenentwurf liegt die Zustimmung nun bei 70 Prozent – plus drei Prozentpunkte. Der für Initiativen typische Nein-Trend beginnt sich zu etablieren, wenn auch schwach. In der Stichfrage hat der Gegenvorschlag seinen Vorsprung leicht ausgebaut.

Die Eckwerte der SRG-Umfrage

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Die Umfrage zu den Abstimmungen vom 8. März ist im Auftrag der SRG SSR vom Forschungsinstitut GFS Bern zwischen dem 11. und dem 19. Februar 2026 durchgeführt worden. Insgesamt wurden die Antworten von 11'754 Stimmberechtigten für die Auswertung berücksichtigt.

Der statistische Fehlerbereich beträgt ± 2.8 Prozentpunkte. Das heisst: Bei einem Ergebnis von 50 Prozent liegt der effektive Wert mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit zwischen 47.2 und 52.8 Prozent. Dabei sind kleinere Abweichungen wahrscheinlicher, grössere unwahrscheinlicher.

Telefonische Befragung

Telefonisch befragt wurden 505 stimmberechtigte Personen. Diese Stichprobe ist sprachregional gewichtet und repräsentativ für die Schweizer Stimmberechtigten.

Online-Befragung

Zusätzlich konnten online Angaben von 10'744 Personen verwendet werden. Die Teilnehmenden wurden über die Webportale der SRG rekrutiert. Via Social Media konnten Angaben von 505 Personen verwendet werden.

Da sich die Teilnehmenden der Umfrage selber rekrutieren (sogenanntes Opt-in-Verfahren), ist die Zusammensetzung der Stichprobe nicht repräsentativ für die Grundgesamtheit. So nehmen zum Beispiel typischerweise mehr Männer als Frauen an politischen Umfragen teil. Diese Daten werden aber mittels Gewichtungen an die realen Verhältnisse der Stimmberechtigten angenähert. Es werden dabei räumliche (Wohnort), soziodemografische (Alter oder Geschlecht) und politische Gewichtungsfaktoren eingesetzt. Durch diese Gewichtung wird die Repräsentativität der Stichprobe optimiert. Ziel ist, auch die Stichprobengrösse in der französisch- und italienischsprachigen Schweiz zu erhöhen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite von GFS Bern.

Abstimmungsdossier

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SRF 4 News, 25.2.2026, 6 Uhr;spic

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