Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Abstimmung Kanton Uri Urner Lehrpersonen sehen Chancengleichheit in Gefahr

  • Gemäss der revidierten Urner Volksschulverordnung können Gemeinden bei grossen Klassen zusätzliche Assistenzkräfte einsetzen.
  • Weil Lehrpersonen dagegen das Referendum ergriffen haben, kommt die Vorlage nun zur Abstimmung.
  • Das Komitee verlangt, dass für grosse Abteilungen zusätzliche Ressourcen Pflicht werden.

In der revidierten Urner Volksschulverordnung heisst es: Klassen mit mehr als 21 Schülerinnen und Schülern können mit einer zusätzlichen Assistenzlehrperson ausgestattet werden.

Die ursprüngliche Fassung sah vor, dass diese Klassen mit Assistenzen ausgestattet werden müssen. Doch das Parlament schwächte den Passus ab. Und entliess den Kanton damit zugleich aus der Pflicht, sich an den Kosten zu beteiligen.

Lehrer hilft Schüler in Grundschulklasse.
Legende: Assistenzlehrpersonen beantworten Fragen und unterstützen den Unterricht. Getty Images

Das Referendumskomitee rund um den Verband der Urner Lehrerinnen und Lehrer warnt vor einem Zwei-Klassen-Bildungssystem. Die Befürchtung: Reiche Gemeinden werden weiterhin zusätzliches Personal einstellen – ärmere Gemeinden hingegen könnten aus finanziellen Gründen darauf verzichten.

Schüler hebt die Hand im Klassenzimmer.
Legende: Im letzten Schuljahr gingen im Kanton Uri rund 3800 Kinder und Jugendliche zur Schule. Keystone/GAETAN BALLY

SVP und Mitte empfehlen, die neue Volksschulverordnung anzunehmen. FDP, SP, Grüne und Grünliberale haben die Nein-Parole beschlossen.

Weitere Vorlagen: Öffentlichkeitsgesetz und Gemeindefinanzen

Box aufklappen Box zuklappen

Im Kanton Uri kommen am 30. November zwei weitere Vorlagen an die Urne:

Die Stimmberechtigten entscheiden, ob das Öffentlichkeitsgesetz auf die Gemeinden ausgeweitet wird – ob also nicht nur kantonale, sondern auch kommunale Behörden Einsicht in amtliche Dokumente gewähren müssen.

Zudem befinden die Urnerinnen und Urner darüber, ob die Gemeinden von 2027 bis 2030 auf einen Teil der kantonalen Zahlungen verzichten, um die angeschlagenen Kantonsfinanzen wieder ins Lot zu bringen. Die beiden Vorlagen sind weitgehend unumstritten.

Abstimmungsdossier

Box aufklappen Box zuklappen
Grafik
Legende: SRF

News und Hintergründe zu den eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Abstimmungen vom 30. November 2025.

Meistgelesene Artikel