Die Kräfteverhältnisse
In einer auf dem Papier ziemlich ausgeglichenen Gruppe dürfte Gastgeber Mexiko als leichter Favorit ins Rennen gehen. Die Nordamerikaner sind seit 1994 ununterbrochen an Weltmeisterschaften dabei. Vor vier Jahren endete die Reise nach zuvor sieben Achtelfinal-Teilnahmen in Serie bereits in der Gruppenphase. Der grösste Teil der Mannschaft verdient sein Geld in der mexikanischen Liga, mit Raul Jimenez (Fulham) und Santiago Gimenez (AC Milan) spielen zwei Angreifer in europäischen Top-Ligen. Das Team von Javier Aguirre hat mit seinem defensiv geprägten Fussball Erfolg: 2025 gewann es den Gold Cup.
Wie vor 16 Jahren bekommt es Mexiko im Eröffnungsspiel des Turniers mit Südafrika zu tun. Das Team von Hugo Broos ist erstmals seit 2010 wieder an einer WM dabei und befindet sich in seiner wohl erfolgreichsten Ära seit der Jahrtausendwende. Zweimal hintereinander hat es Südafrika am Afrika-Cup zuletzt über die Gruppenphase hinaus geschafft. Dennoch gilt es in der Gruppe A als Aussenseiter.
Südkorea und Tschechien komplettieren die Gruppe. Die «Taegeuk Warriors» sind seit 1986 Stammgast an Weltmeisterschaften und hoffen, heuer zum zweiten Mal in Folge in die K.o.-Phase vorzustossen. Angeführt wird Südkorea von Rekordspieler und Altstar Heung-min Son, der inzwischen in Los Angeles in der MLS spielt.
Tschechien hat sich erstmals seit 2006 wieder für eine WM qualifiziert. Die Teilnahme sicherte sich das Team durch zwei dramatische Siege in den Playoffs. Zunächst bodigten die Tschechen Irland im Elfmeterschiessen, ehe man auch Dänemark nach Penaltys bezwang.
Die Partien
- Donnerstag, 11.6. – 21:00 Uhr Mexiko – Südafrika (Mexiko-Stadt)
- Freitag, 12.6. – 04:00 Uhr Südkorea – Tschechien (Guadalajara)
- Donnerstag, 18.6. – 18:00 Uhr Tschechien – Südafrika (Atlanta)
- Freitag, 19.6. – 03:00 Uhr Mexiko – Südkorea (Guadalajara)
- Donnerstag, 25.6. – 03:00 Uhr Südafrika – Südkorea (Monterrey)
- Donnerstag, 25.6. – 03:00 Uhr Tschechien – Mexiko (Mexiko-Stadt)
Spieler im Fokus
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Bild 1 von 8. Raul Jimenez (35/Mexiko/Fulham). Der routinierte Stürmer ist bei Mexiko für das Toreschiessen verantwortlich. Bei Fulham ist Jimenez gesetzt. In dieser Premier-League-Saison erzielte der 35-Jährige neun Tore und lieferte drei Assists. Bildquelle: Imago/Straffon Images.
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Bild 2 von 8. Guillermo Ochoa (40/Mexiko/AEL Limassol). Der Goalie der Mexikaner ist in den letzten Jahren zur Kultfigur avanciert. Heuer wird er seine sechste (!) WM bestreiten. Zwar ist er nicht mehr Stammgoalie seines Landes. Dennoch verdient diese Marke Beachtung. Nach der WM wird Ochoa seine lange Karriere beenden. Bildquelle: Imago/Agencia-MexSport.
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Bild 3 von 8. Lyle Foster (25/Südafrika/Burnley). Der Stürmer ist als einziger südafrikanischer Spieler in der Premier League engagiert. Bei Absteiger Burnley erzielte Foster in dieser Saison drei Tore. Bildquelle: Imago/Sports Press Photo.
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Bild 4 von 8. Oswin Appollis (24/Südafrika/Orlando Pirates). Der Flügelspieler war in den WM-Quali-Spielen an doppelt so vielen Toren beteiligt wie jeder andere Südafrikaner. Appollis erzielte zwei Tore und lieferte vier Assists. Bildquelle: Imago/DeFodi News.
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Bild 5 von 8. Heung-min Son (33/Südkorea/Los Angeles FC). Der Rekordnationalspieler Südkoreas ist nach wie vor der grosse Star seines Landes. An vier der letzten 10 WM-Tore Südkoreas war der 33-Jährige direkt beteiligt. Inzwischen spielt Son für den Los Angeles FC in der MLS. Bildquelle: Imago/Branislav Racko.
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Bild 6 von 8. Min-jae Kim (29/Südkorea/Bayern München). Der Bayern-Verteidiger ist bei Südkorea unbestrittener Abwehrchef. Nach 2022 wird Kim in Nordamerika seine zweite persönliche Weltmeisterschaft bestreiten. Bildquelle: Imago/Pro Sports Images.
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Bild 7 von 8. Patrik Schick (30/Tschechien/Bayer Leverkusen). Der Stürmer von Bayer Leverkusen ist der Star in Tschechiens Kader. In seinen sieben Einsätzen an grossen Turnieren (alle bei EM-Endrunden) hat Schick sechs Tore erzielt. Nur Harry Kane (7) traf an den letzten beiden Europameisterschaften häufiger als der Tscheche. Bildquelle: Imago/CTK Photo.
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Bild 8 von 8. Ladislav Krejci (27/Tschechien/Wolverhampton Wanderers). Der Innenverteidiger war massgeblich an der ersten tschechischen WM-Qualifikation seit 2006 beteiligt. Sowohl im Playoff-Halbfinal wie auch im Final gegen Dänemark erzielte Krejci ein Tor. Nun kommt er nach der EURO 2024 erstmals in den Genuss einer WM. Bildquelle: Imago/CTK Photo.
Die Fortsetzung
Der Gruppensieger trifft im Sechzehntelfinal auf ein drittplatziertes Team der Gruppen C, E, F, H oder I. Der Zweitplatzierte bekommt es mit dem Zweitplatzierten der Schweizer Gruppe B zu tun. Kommt aus der Gruppe A der Drittplatzierte weiter, trifft er auf den Sieger der Gruppe E oder G.