Die jüngst vom US-Justizministerium veröffentlichten Dokumente aus den Epstein-Files ziehen rund um den Globus Konsequenzen nach sich. Belastende Daten setzen viele Mitglieder der High Society unter Druck.
In den Datensätzen tauchen viele prominente Namen auf. Manche von ihnen müssen sich nun verantworten.
Andrew Mountbatten-Windsor
Der Bruder des Königs von Grossbritannien ist tief gefallen und musste bereits alle Ehren und Titel abgeben.
Nach den jüngsten Veröffentlichungen zog er zudem nicht ganz freiwillig aus der königlichen Lodge aus. Die britische Polizei prüft Vorwürfe, wonach Epstein dem Prinzen im Jahr 2010 eine Frau für sexuelle Handlungen in der Royal Lodge vermittelt haben soll.
Microsoft-Gründer Bill Gates
In den Akten findet sich ein E-Mail-Entwurf aus dem Jahr 2013, der sich offenbar an Bill Gates richtet. Der Entwurf soll unbelegte Vorwürfe persönlicher Natur enthalten – darunter den Hinweis, Gates habe Epstein gebeten, E-Mails zu löschen, die sich auf eine mögliche Geschlechtskrankheit sowie intime Details bezogen hätten. Belege dafür gibt es nicht.
Die Ex-Frau von Gates sprach in einem Interview mit dem US-Sender NPR von «sehr, sehr schmerzhaften Zeiten» in ihrer Ehe und betonte: «Ich bin sehr froh, weg von all dem Dreck zu sein.»
Bill und Hillary Clinton
Auch der Name des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton tauchte in Dokumenten zu den Epstein-Ermittlungen auf. Der frühere Präsident hat ein Fehlverhalten im Zusammenhang mit seiner Bekanntschaft mit dem Sexualstraftäter wiederholt bestritten.
Clinton und seine Frau, Ex-Aussenministerin Hillary, werden im Zuge der Aufarbeitung des Skandals um den verstorbenen Sexualstraftäter Epstein Ende des Monats vor dem US-Kongress aussagen.
Grossbritanniens Polit-Schwergewicht Peter Mandelson
Die britische Polizei ermittelt gegen den ehemaligen Wirtschaftsminister. Dieser verlor bereits seinen Botschafter-Posten und trat im Zuge der Ermittlungen nun auch aus der Labour-Partei und dem britischen Oberhaus aus.
Mandelson soll während der Finanzkrise sensible Informationen an Epstein weitergegeben haben.
Trotz bekannter Verbindungen zu Epstein machte Starmer Mandelson zum britischen Botschafter in Washington. Hätte er damals gewusst, was er heute weiss, wäre Mandelson nicht einmal in die Nähe der Regierung gekommen, beteuerte der Premier.
Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit
Zahlreiche Mails und Nachrichten zwischen Mette-Marit und Epstein offenbaren Medienberichten zufolge ein über Jahre gepflegtes Verhältnis der beiden. Demnach verbrachte sie etwa einen Urlaub in Epsteins Haus in Florida und tauschte sich mit ihm über persönliche Anliegen aus.
Noch am Freitagabend entschuldigte sich die Kronprinzessin: Das Ganze sei «einfach peinlich», hiess es. Auch eine private Reise musste die Kronprinzessin absagen.
US-Präsident Donald Trump
Der prominenteste Name in den Epstein-Files dürfte wohl der des amtierenden US-Präsidenten sein. Mehr als 1000 Erwähnungen finden sich in den jüngst veröffentlichten Akten. Allerdings gibt es keine Hinweise auf eine Verwicklung des Republikaners in den Skandal. Der US-Präsident bestreitet jegliche Verwicklung in die kriminellen Machenschaften.
Die Veröffentlichung der Epstein-Files war ein zentrales Wahlversprechen von Trump. Die Akten werden jedoch nur schleppend und teilweise stark geschwärzt veröffentlicht. Der Präsident pocht derweil darauf, sich endlich auf etwas anderes zu konzentrieren, wie er an einer Pressekonferenz mitteilte.