Ausgezeichnete Fotografien von den «World Nature Photography Awards» und dem «Underwater Photography of the Year» Wettbewerb, in einer kleinen Auswahl. Nummer eins: Ein amerikanisches Hermelin steckt seinen Kopf aus seinem Schneeloch im Yellowstone Nationalpark. Sie sind eng verwandt mit dem eurasischen Hermelin, das auch bei uns vorkommt.
Ein Braunbär versucht im Katmai Nationalpark in Alaska seine nächste Mahlzeit zu fangen. Die Rotlachse (Sockeyes) leben im Pazifik vor der Küste und schwimmen zum Laichen die Flüsse hoch. Dort warten schon die hungrigen Mäuler der Bären auf sie. Doch überleben genügend von ihnen, so dass auch die nächste Generation Lachse heranwachsen kann.
Was sich der Elch da wohl gerade denkt, während er die Kamera anschaut? Vielleicht riecht's da einfach grad besonders gut – oder auch eigenartig für die Elchnase. Ort der Szenerie ist der Grand Teton Nationalpark in Wyoming, USA.
Vom Schnee in den Wüstensand: Ein Chamäleon trotzt einem Sandsturm in der Namib Wüste in Namibia. Stoisch hält es das aus, wie der Fotograf Dewald Tromp schreibt. Die Namaqua Chamäleone sind Bodenbewohner und graben sich auch eigene Höhlen zum Schutz, wenn es dann doch zuviel wird.
Ein junges Gorillaweibchen lehnt sich an einen Silberrücken an, beschreibt die Fotografin Mary Schrader. Und dann passiert das wunderbare: Ein Schmetterling kommt angeflogen und zieht den jungen Gorilla in Bann. «Das Foto zeigt einen kurzen, schönen Moment, wo zwei Lebewesen inne halten und sich gegenseitig wahrnehmen», so die Fotografin.
Die Giraffe hat ihren langen Hals ins Wasserloch hinuntergebeugt um Wasser zu trinken. Nachdem sie genug hatte, erhob sie ihr Haupt und schüttelte das verbliebene Wasser ab. Ein kurzer Moment grosser Schönheit für den Beobachter mit der Kamera. Dafür gab es Gold in der Kategorie «Verhalten von Säugetieren».
Wer klein ist und sich nicht wehren kann, muss sich tarnen. Eine Zwerggrundel ist in den Korallen, wo sie sich versteckt, recht gut getarnt. So kann sie sich vor Fressfeinden schützen. Rund zwei Zentimeter gross werden die kleinen Fische und tragen ihren englischen Namen «Gost Goby» (Geister Grundel) aufgrund ihres leicht durchsichtigen Körpers.
Ein anderer Riffbewohner kann sich ebenfalls gut verstecken in den Korallen, auch wenn er nicht ganz so gut getarnt ist wie der Fisch auf dem vorherigen Bild. Die Fotografie dieses Porzellankrebses wurde in der Kategorie «Makro» eingereicht und erhielt eine Würdigung der Jury bei den Preisen für die besten Unterwasser-Fotografien.
Ein Molch in den Küstengewässern von Kalifornien klammert sich an Pflanzenstängel und das bereits deponierte Gelege eines anderen Weibchens. «Er begann dann seine eigenen Eier zu legen – ein glücklicher Zufall für ein spezielles Foto», sagt der Fotograf Anton Sorokin. Mit seinem Bild belegte er den dritten Platz in der Kategorie «Verhalten».
In den kalten Gewässern der Antarktis lebt der Seeleopard, der sich von Krill, Fischen und auch von Pinguinen und jungen Robben ernährt. Ein Beutegreifer, dessen weit geöffnete Schnauze mit den scharfen Zähnen man nicht zu nahe haben möchte, wenn man auf seinem Speiseplan steht.
Die Pinguine kommen von einem langen Tag auf der Jagd zurück, schreibt der Fotograf. Sie bewegen sich mit einer erstaunlich hohen Geschwindigkeit geschmeidig durchs Wasser und machen den Eindruck, als wenn sie durchs Wasser fliegen würden. Gleich sind sie zurück an Land in ihren sicheren Kolonien und der Tag kann enden.